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Meine sehr verkehrten Darminternen

Meine sehr verkehrten Damen und Herren, werte Abgeordnete, ich bitte um Aufmerksamkeit für mein Gerede.
Ich möchte mich heute einmal aussprechen. Und zwar gegen eine weitere Erhöhung der tariflich festgelegten Hundelöhne. In diesem Punkt, liebe Kollegen von der Opposition, bin ich ganz meiner Meinung! Es gab ja dahingehend bisher von unserer Seite auch schon wirklich ziellose Vorschläge. Aber, wir müssen nicht nur Steuern auf. Sondern vor allem auch anheben, und auch mal für das, was die Menschen wirklich wollen, eine Gebühr entwickeln. Am meisten leiden doch die Millionen Arbeitshosen und unter der Kürzung. Sie müssen einmal der Wahrheit ins Auge fassen und zudrücken: wie kommt es denn, dass der Prozentsatz der Arbeitslosen gerade unter den ALG-II-Empfängern dermaßen hoch ist?
Nicht, dass Sie mich da richtig verstehen: Wir brauchen wieder mehr Verständnis für die Bedürfnisse des kleinen Mannes im Ohr. Es ist manchmal gar nicht so leicht, für den einfachen Wähler auf der Straße die geleugneten Worte zu finden. Ich stammle doch selbst daher, und gerade wir Lamentarier müssen uns da endlich mal ein paar Konsequenzen entziehen. Wir dürfen nicht vergessen: wir Politiker sind nur eine kleine Handpuppe der Gesellschaften und geben doch auch nur unseren Lobbys nach. Ich kann also nur das sagen, was die Wirtschaft mir vorgibt. Und uns Besserverdiener betrifft die Finanzpolitik doch ebenso, wir sind doch mit Klasse 1 unbeschränkt steuerflüchtig. Und da bin ich auch gerne bereit, meinen Fehlern und Fehlerinnen gegenüber jede Rechenschaft abzulehnen, so wahr ich hier stehe und Gott heiße.
Meine nahen und fernen Abgeordneten, ich möchte Sie nicht länger langweilen, aber doch noch ein bisschen. Auf folgenden Fakt eingehen: seit der bayrische Ministerpräsident, der sehr geschätzte Haarsträuber und sein Landeskabarett vereidigt wurden, gab es in Bayern sage und schreibe 70% weniger Wirtschaftskriminalität. Und das, liebe Volksabtreter, liegt nur daran, dass wir die führenden Köpfe der Wirtschaft ins Kabinett geholt haben, so sieht eine korpulente Landesregierung aus.
Ich möchte auch gern meine Redezeit verschwenden, um mit Ihnen zum Thema Arbeitsmarkt noch ein paar Worte zu verwechseln. Ich darf die Sachlage mal kurz verklären: Wir haben jetzt den Ballast von 5 Melonen zu tragen, da verstehen Sie sicher, wenn ich sage: Wir brauchen ein Rückgrat für mehr Stabilität im Innern. Wir werden in der neuen Regierung nicht nur diese ganze Zahl der Arbeitslosen erniedrigen, sondern auch ihre Sozialleistungen mindestens dreifach verhöhnen! Und das, meine Darminternen, erreichen wir nur, indem wir endlich auch mal unsere Einkommen und Spesenbezüge verniedlichen. Die enorme Kostenexplosion hängt doch nur am sozialen Fangnetz. Und damit müssen wir es dann auch belasten.
Doch zurück zu den Artefakten: Herr Dr. Kohl ist das überwiegende Problem der CDU - nicht der unhaltbare Zustand in den eigenen Zweireihern!? Es geht hier um die Förderung unserer Privatwirtschaft, deshalb geben Sie doch wenigstens uns die Samen der Spender, damit unsere politische Arbeit wieder Früchte trägt.
Liebe Artgenossen, unsere Politik war schon immer und für jedermann kurzsichtig. Es ist letztendlich einzig und allein unsere CDU/CSU-Fraktur, die zu ihren gesprochenen Verbrechen auch steht. Jeder, der ein bisschen Gips und Verband im Topf hat, kann doch auf Anhieb kaschieren, daß hier etwas faul ist.
Und da half es Ihnen auch nicht, liebe Herren von rot-grün, als Sie unseren Genossen März sogar namentlich zitierten in ihrem Kalender 20.10. Deshalb gibt es von mir wie auch schon in den Sanierungsgesprächen ein deutliches und entschlossenes Jein zu dieser Politik des sozialen Karlmarx. Es seien doch wohl auch mal andere Ideen bestattet. Ich verweise hier auf unseren Gegenantrag, meine armen Laternen, und ich denke, ich brauche diesen Geschwätz-Entwurf nicht noch erläutern!
Lassen Sie mich aber noch eine kleine Sache hinzulügen:
Auch in der Frage der Gesundheitspolitik haben wir ein Problem, ich darf da einmal kapitulieren: Durch die Einführung der Praxisgebühr wurden doch nicht nur Ärzte und Psychoterrorpeuten stärker belästigt, sondern vor allem die Arzthelfer und Arzthelfershelfer und deren Hilfsmitarbeiter. Die müssen für ihre Arbeit auch mal einen anständigen Hohn bekommen. Wenn wir an diesem Punkt nicht bald mal die Kurve kratzen, dann ist es zu spät.
Meine werten Rollläden, ein ganz alter Karteifreund von mir hat einmal gesagt: Wir müssen unsere Wähler auf ihrem Kreuz festnageln, und das müssen auch Sie endlich mal karikieren, meine Herren von der Presse. Ich bin ganz Ihrer Meinung, also bilden Sie sich bitte eine.
Meine lieben Besinnungsgenossen, versetzen Sie sich doch mal in Ihre Lage! Bei allem, was rechts ist, auch und gerade die CSU muss einmal dringend teilhaben an der Bildung - der Regierung. 's haben doch die meisten ihrer Mitglieder bisher noch nie - Liebe genossen.
Aber lassen Sie sich von mir nicht aufhalsen. Zu guter Letzt nur noch ein Wortbruch zur Umweltpolitik: Herr Trittin, mit Ihren paar Vorschlägen zur Windkraft ist es nicht getan, so leicht können Sie sich nicht aus der Atmosphäre ziehen. Wir brauchen endlich eine hinterhältige Unwelt- und Agrarpolitik, damit auch unsere Rinder und Rindesrinder noch etwas davon haben.
Also, meine dämlichen Herren, um es noch einmal zusammenzufaseln: Angesichts dieser Schieflage kann ich nur noch mein Übliches tun, damit unser Land endlich nicht mehr Schlusslicht ist. Damit bin ich am Ende. meiner Aussparungen, so wahr ich Gott helfe.